UK Gambling Commission

Es ist kein Geheimnis, dass zahlreiche Online Casinos nicht in Deutschland beheimatet sind, sondern zum Beispiel in Großbritannien. Die gute Nachricht: Für Spieler aus der Bundesrepublik bedeutet das auf keinen Fall einen Nachteil. Im Gegenteil: In Großbritannien ist mit der UK Gambling Commission eine renommierte, erfahrene und bekannte Regulierungsbehörde vorhanden. Diese ist für die Kontrolle der Glücksspielbranche zuständig und sorgt dafür, dass die britischen Casinos von den Spielern in Großbritannien auch als sicherer „Heimathafen“ angesteuert werden können. Warum die Kontrolle durch diese Behörde so wichtig ist, wie genau diese aussieht und was die Spieler davon haben, wird im Folgenden jetzt detailliert erklärt.

Kontaktadresse der UK Gambling Commission

Gambling Commission
Victoria Square House
Victoria Square
Birmingham
B2 4BP
Tel. 0121 230 6666
E-Mail: info@gamblingcommission.gov.uk

Was ist die UK Gambling Commission genau?

Um was es sich bei der UK Gambling Commission genau handelt, lässt sich recht einfach zusammenfassen. Jede Branche und jede Gesellschaft benötigen unterschiedliche Rahmenbedingungen, um effektiv und sicher zu laufen. Das gilt auch für das Glücksspiel in Großbritannien. Mit der Gambling Commission ist hier die zuständige Glücksspielbehörde des Landes gemeint. Diese sorgt auf verschiedenen Wegen dafür, dass sich die Spieler in den Casinos und Spielbanken auf einen fairen Betrieb mit reellen Gewinnchancen verlassen können. Darüber hinaus ist die Behörde auch für die Einhaltung des Jugendschutzes zuständig oder überwacht den Auftritt der Unternehmen in der Öffentlichkeit. Gefragt ist die Gambling Commission als Regulierungsbehörde in ihrer Heimat übrigens gleich doppelt: Nicht nur die Online Glücksspielanbieter unterliegen dieser Kontrolle, sondern auch die stationären Angebote in den Spielbanken oder Spielhallen. Zusätzlich dazu ist die UKGC auch keinesfalls nur für Online Casinos zuständig. Auch Lotterieanbieter, Buchmacher oder Glücksspiele jeglicher anderen Art werden von dieser Behörde überwacht.

So arbeitet die UK Gambling Commission

Der Arbeitsbereich der UK Gambling Commission kann als enorm umfangreich bezeichnet werden. Schon weit vor dem Marktstart eines Unternehmens startet die Kontrolle. Der erste Schritt ist die Bewerbung des jeweiligen Unternehmens für eine Lizenz in Großbritannien. Ist diese Bewerbung eingegangen, wird ein mehrwöchiger bzw. mehrmonatiger Bewerbungsprozess gestartet. In diesem nimmt die britische Behörde den jeweiligen Anwärter gründlich unter die Lupe und checkt dabei verschiedene Dinge. Zum einen, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt, der sich an die Gesetze von Großbritannien hält. Zum anderen muss das Unternehmen aber auch einen gewissen finanziellen Spielraum vorweisen können, Nachweise rund um den Spielerschutz erbringen und für ein faires Spiel einstehen. Treffen diese Punkte allesamt zu, wird die Lizenz durch die Behörde vergeben.

Im weiteren Verlauf werden dann aber natürlich weiter Prüfungen durchgeführt. Die UKGC behält die Unternehmen also weiter im Auge und sorgt dafür, dass sich diese auch im laufenden Betrieb an die gesetzlichen Vorgaben halten. Sollte dies nicht zutreffen, kann die Behörde die ausgestellte Lizenz natürlich auch wieder entziehen. Für den Anbieter würde das bedeuten, dass er seine Dienste auf dem britischen Markt sofort einstellen müsste.

Die Vorteile der Online Casinos mit Lizenz der UK Gambling Commission

Kann ein Anbieter eine Lizenz der britischen Gambling Commission vorweisen, ist das natürlich nicht nur für das jeweilige Unternehmen erfreulich. Auch die britischen Spieler dürfen sich in diesem Fall die Hände reiben, denn es gehen zahlreiche Vorteile mit der Lizenzvergabe einher. Welche das genau sind, haben wir hier aufgeführt:

  • Fairer und transparenter Spielablauf
  • Geschützte Kundengelder
  • Jugendschutz, Spielerschutz und Datenschutz werden umgesetzt
  • Offizielle Beschwerdestelle bei Problemen vorhanden

Fairer und transparenter Spielablauf

„Gesteuert“ werden die Gewinnchancen in den Casinos durch die Zufallsgeneratoren und die Auszahlungsquoten der einzelnen Spiele. Diese müssen natürlich einem gewissen Rahmen folgen, da nur so ein fairer Spielablauf gewährleistet werden kann. Genau darum bemüht sich die britische Behörde. Diese checkt also die Richtigkeit der Spiele und sorgt so dafür, dass die Kunden jederzeit mit einem guten Gefühl ihre Einsätze platzieren können. Selbst wenn es dann nicht mit einem Gewinn klappen sollte, wurde wenigstens auf ehrlichem Wege verloren.

Geschützte Kundengelder

Eine wichtige Bedingung im Rahmen der Lizenzvergabe an die Glücksspielunternehmen ist die getrennte Aufbewahrung der Kundengelder vom restlichen Unternehmenskapital. Die Anbieter müssen also die Gelder ihrer Spieler auf einem anderen Konto „lagern“ als die eigenen Gelder aus dem Unternehmen. Doch wozu? Sollte es zu einer Insolvenz bzw. finanziellen Schieflage kommen, wären die Kundengelder davon nicht betroffen. Jeder Spieler könnte also weiterhin seine Auszahlung in Auftrag geben und müsste sich selbst bei einer Pleite des Anbieters keine Gedanken machen. Darüber hinaus ist die UKGC auch mit Blick auf andere Gelder und Zahlungen wichtig. Die Behörde kontrolliert zum Beispiel auch, ob die Anbieter ihre Steuern regulär an den Staat abführen.

Jugendschutz, Spielerschutz und Datenschutz

Zusätzlich dazu können sich alle Spieler bei einem lizenzierten Casino der UKGC auch darauf verlassen, dass die Vorgaben zum Jugendschutz, Spielerschutz und dem Datenschutz umgesetzt werden. Der Jugendschutz etwa sieht vor, dass sich ausschließlich volljährige Spieler im Casino anmelden können. Der Spielerschutz wiederum dient dazu, die Spieler vor einem problematischen Spielverhalten zu schützen. Diese können zum Beispiel eigene Verlustlimits oder Einzahlungslimits für das Konto festlegen. Gleichzeitig aber auch eine Sperre oder Pause des Kontos veranlassen. Der Datenschutz spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Immerhin möchte kein „Zocker“ seine privaten Daten unfreiwillig in die Hände von Kriminellen übergeben.

Helfende Anlaufstelle bei Problemfällen

Es kommt durchaus vor, dass sich zwischen den Casinos und den Spielern Meinungsverschiedenheiten ergeben. Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben, wie zum Beispiel eine vermeintlich verlangsamte Auszahlung durch den Anbieter. Ist das Casino mit einer Lizenz der UKGC ausgestattet, lassen sich diese Ungereimtheiten mit der Hilfe der Behörde aus dem Weg räumen. Hierfür können sich die Spieler an die Behörde wenden, welche den Fall dann genauer untersucht und sich darum bemüht, den Austausch mit dem Anbieter voranzutreiben. Und so im besten Fall das Problem binnen kurzer Zeit zu klären. Sollte dies nicht möglich sein, bleiben der Behörde noch weitere Möglichkeiten, mit denen der Fall gelöst werden kann. Der jeweilige Anbieter muss diesen Aufforderungen der Behörde dann Folge leisten.

Wie erkenne ich, ob ein Casino eine Lizenz der UK Gambling Commission hat?

Festhalten lässt sich also, das es für Spieler enorm erfreulich zu sehen ist, wenn ein Casino eine Lizenz der UK Gambling Commission vorweisen kann. Doch wie genau lässt sich das eigentlich erkennen? Hierfür reicht in der Regel schon ein kurzer Blick auf die Webseite des Anbieters aus. Ist eine Lizenz vorhanden, hat sich das Unternehmen diese hart erarbeiten müssen. Ein Erfolg, der natürlich auch gut sichtbar für alle Besucher der Webseite präsentiert wird. Schon nach wenigen Sekunden lässt sich so also erkennen, ob der jeweilige Anbieter mit der Lizenz auf sich aufmerksam machen möchte. Wichtig zu beachten ist aus Sicht der Spieler hierbei, dass ein Logo und auch die Lizenznummer der britischen Behörde natürlich theoretisch auch gefälscht sein können. Ratsam ist es daher, die Lizenznummer auf der Webseite des Casinos mit der möglichen Lizenznummer im Archiv der Behörden zu vergleichen. Das ist problemlos möglich, alle Lizenzen und dazugehörigen Nummern können auf der Webseite der UKGC eingesehen werden. Stimmen beide Nummern überein, ist das Casino definitiv im Besitz einer gültigen Lizenz der Behörde.

Diese Probleme können bei der UK Gambling Commission gemeldet werden

Die Gambling Commission ist als Beschwerdestelle für alle Spieler und Casinos in Großbritannien zuständig. Diese können sich auf verschiedenen Wegen bei der Behörde beschweren und auch mit Problemen ganz unterschiedlicher Art bei der UKGC „vorstellig“ werden. In der Regel gehen die meisten Beschwerden bei der Behörde aufgrund der Auszahlungsrichtlinien der Casinos ein. Spieler verstehen diese nicht richtig oder haben diese nicht eingehalten – und sind dann verwundert, wenn eine Auszahlung nicht durchgeführt wird. In diesem Fall würde die UKGC vermitteln und das Problem könnte schnell aus der Welt geräumt werden. Ebenso können sich die Spieler aber auch dann an die Behörde wenden, wenn sie sich unfair behandelt fühlen oder zum Beispiel trotz mehrfacher Nachfrage keine Antwort auf ihr Problem oder ihre Beschwerde beim Anbieter erhalten haben. Eine echte „Grenze“ für akzeptable Beschwerden gibt die Gambling Commission selbstverständlich nicht vor. Allerdings sollten Spieler zuerst immer den Schritt auf den Anbieter wählen, wenn es sich um kein wirklich schwerwiegendes Problem handelt. Immerhin sind auch die Ressourcen der Gambling Commission begrenzt und sollten nicht verschwendet werden.

Wie kann ich mich beschweren?

Ein offizieller Beschwerdefall gehört nicht gerade zum Alltag der Spieler und so ist es natürlich interessant zu wissen, wie in einem solchen Fall der Ablauf ist. Konkret sollten Spieler erst einmal alle relevanten Informationen zusammensammeln, die für das jeweilige Problem relevant sind. Anschließend lässt sich der Kontakt zur Behörde auf verschiedenen Wegen aufbauen. Möglich ist ein telefonischer Kontakt, ebenso kann ein schriftlicher Kontakt aufgebaut werden. Letzterer ist in vielen Fällen zu empfehlen, da dann zum Beispiel auch Screenshots oder andere Nachweise übermittelt werden können. Direkt auf Seiten der Online Casinos wird übrigens ebenfalls ein Kontakt zur Behörde hergestellt, so dass hier gleich der Weg zur Unterstützung in Anspruch genommen werden kann. Die Behörde setzt sich mit dem Anbieter in Verbindung, dieser wird sich dann an den Spieler wenden und versuchen, das Problem zu lösen. Wird keine zufriedenstellende Einigung gefunden, kann wieder Kontakt zur Behörde aufgebaut werden. Diese übernimmt dann alle weiteren regulierenden Schritte.

Die Geschichte der UK Gambling Commission

Die Gründung der britischen Glücksspielbehörde geht auf das Jahr 2007 zurück. Damals wurde die Behörde offiziell am 1. September ins Leben gerufen. Bereits zwei Jahre zuvor war die UKGC aber schon Thema, denn 2005 wurde der Gambling Act des Landes verabschiedet. Und der sah fortan die Einführung einer neuen Regulierungsbehörde vor. Genau die wurde dann also durch die Gambling Commission geschaffen. Seit jeher ist die Behörde für sämtliche Belange rund um das Glücksspiel in Großbritannien zuständig. Insgesamt rund 300 Mitarbeiter kümmern sich um die unzähligen Glücksspielunternehmen in Großbritannien und sorgen täglich dafür, dass sich diese an die gesetzlichen Vorgaben halten. Eine knüppelharte Aufgabe, denn der britische Glücksspielmarkt kann innerhalb Europas als größter und vielseitigster Glücksspielmarkt bezeichnet werden.

Fazit

Ein Check der jeweiligen Lizenz eines Casinos sollte immer durchgeführt werden, bevor hier die ersten Einsätze im Automaten oder auf den Spieltischen landen. Die britische Gambling Commission ist für die Spieler in Großbritannien dabei die wichtigste Anlaufstelle, wenn es um die lizenzierten Anbieter auf dem Markt geht. Sobald sich diese für eine entsprechende Erlaubnis bewerben, wird der Kontrollprozess durch die UKGC gestartet. Dieser ist mit der Vergabe der Lizenz aber keinesfalls beendet, sondern zieht sich im weiteren Verlauf auch durch das tägliche Geschäft. Rein mit Blick auf die Seriosität und das Vertrauen lässt sich also sagen, dass alle lizenzierten Anbieter aus Großbritannien als starke Anlaufstellen bezeichnet werden können.

Weitere Informationen dazu auf www.gamblingcommission.gov.uk/!